Leser, Unterstützer und kritische Bürger, die an den Petitionen auf den Online-Plattformen Civil Petition, Abgeordneten-Check und Meinungsführercheck teilnehmen wollen, schauen seit Wochen buchstäblich in die leere Röhre. Denn die Telekom verhindert, dass die Petitionsteilnahme erfolgreich abgeschlossen werden kann.
Konkret geht das so: Jeder Petent füllt das Petitionsformular, zum Beispiel bei der Kampagne »Meinungsfreiheit schützen« aus, schickt es ab und wartet auf die automatisch generierte Bestätigungsnachricht mit einem entsprechenden Link. Wer eine Mail mit einer t-online-Adresse besitzt, wartet jedoch vergeblich. Die Bestätigungsnachricht geht irgendwo in den Untiefen des World Wide Web verloren, weil Telekom diese blockiert. Die Teilnahme an der Petition ist somit nicht möglich. Die Verärgerung bei den Lesern ist selbstverständlich groß, denn das Problem wird in erster Linie beim Betreiber der Plattformen, die Zivile Allianz, vermutet.
In Wahrheit liegt das Problem jedoch auf Seiten von T-Online. Auf Nachfrage erreichte die Zivile Allianz eine so kurze wie gelangweilte Erklärung einer gesichtslosen Großraumbüro-Angestellten, die auf das unendliche Dickicht hausinterner Regeln für Phishing-Nachrichten verwies, die eine Weiterleitung der Mails an ihren rechtmäßigen Adressaten verhinderten.
Bei allen anderen Mailanbietern funktioniert es, nur bei der Telekom also nicht? Der Verdacht liegt sehr nahe, dass die Blockadehaltung der Telekom politisch motiviert ist. Ein Blick auf die jüngsten Werbeentgleisungen des Konzerns – von Gender-Leitfaden bis hin zum woken Corona-Solidaritätsvideo – zeigen, dass die Blockade des bürgerlichen Protests eher nichts mit der Einhaltung von selbsterlassenen Richtlinien gegen Betrügermails zu tun hat, sondern sehr viel mit dem Kuschelkurs des Unternehmens mit der aktuellen Regierungspolitik. Aber diesem Kurs können Telekom-Kunden wenigstens sofort ihre Unterstützung entziehen, indem sie kündigen.
Ein Gastbeitrag der Initiative Meinungsfreiheit für den Bürger


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