Auch unter dem neuen Regime geht das Morgen weiter: EU hat moralisch versagt

Syrien_ Islamisten der Tahrir al-Sham (HTS) massakrieren Alawiten und Christen

Der israelische Außenminister hat die westlichen Staaten aufgefordert, die sunnitisch-fundamentalistische Übergangsregierung in Damaskus nicht zu legitimieren. Doch die EU hat es bereits getan und Hilfsgelder geschickt.

Im Internet kursieren zahlreiche Videos, Bilder und Berichte, die zeigen, wie die Dschihadisten der Islamisten-Miliz Tahrir al-Sham (HTS) des Islamisten-Anführers Ahmed al-Scharaa in grausamen Racheaktionen hunderte Alawiten und auch Christen umbringen. Manche Beobachter sprechen von rund tausend Toten.

Es handelt sich zum Teil auch um größere gefechte [siehe Bericht »NIUS«]. Zu den Opfern gehören auch Frauen und Kinder.

Es soll sich um Vergeltungsaktionen handelt, weil die Alawiten und Christen oftmals auf der Seite des ehemaligen Diktators Bashar al-Assad standen.

Der israelische Außenminister Gideon Saar hat die westlichen Staaten aufgefordert, die sunnitisch-fundamentalistische Übergangsregierung in Damaskus nicht zu legitimieren. Doch die EU hat es bereits getan und Hilfsgelder geschickt. Europäische und vor allem deutschen Mainstream-Medien haben seit Wochen die neue Regierung in Syrien verharmlost, nur weil sie Bashar al-Assad abgelöst hat.

Gideon Saar kritisierte, dass die EU-Politiker reihenweise nach Damaskus gekommen seien, um der neuen Regierung die Hand zu schütteln. Doch als das Gerede von Toleranz gegenüber den religiösen Minderheiten (Alawiten, Drusen, Christen usw.) sei nur Rhetorik. Es handele sich nach wie vor um Dschihadisten. Die neuen Machthaber »massakrieren gnadenlos ihr Volk« [siehe Bericht »Welt«].

Sven von Storch

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