Interview mit Sven von Storch

Sven von Storch_ Wenn Merkel geht, darf ihre Politik nicht bleiben

Merkel wird bald Geschichte sein, doch ihre Politik bleibt, wenn sich die CDU von ihrem bisherigen Kurs nicht distanziert, warnt Sven von Storch. Daher müssen die Bürger Druck machen, damit ein Umdenken in der Union stattfindet. Merkels Politik muss rückgängig gemacht werden.

Freie Welt: Herr von Storch, die Regierungszeit von Angela Merkel geht ihrem Ende zu. Wie bewerten Sie ihre Regierungszeit?

Sven von Storch: Ihre Regierungszeit war und ist eine Katastrophe für Deutschland. Merkel hat dem Land viel Leid und großen Schaden zugefügt. Ihre Politik zerstört und spaltet das Land und die Gesellschaft. Die missratene Energiewende schwächt die Industrie und den Wirtschaftsstandort. Die Eurorettungspolitik hat Deutschland in tiefe Schulden gestürzt, die noch spätere Generationen abzubezahlen haben. Ihre verheerende Asyl- und Migrationspolitik belastet die Sozialsysteme auf Dauer und hat neue Formen der Kriminalität ins Land gebracht. Ihre Corona-Politik hat der Wirtschaft und Gesellschaft zusätzlich schweren Schaden zugefügt.

Freie Welt: Es ist aber zu befürchten, dass die CDU unter Armin Laschet diese Politik fortführen wird.

Sven von Storch: Genau das darf nicht passieren. Wenn Merkel geht, darf ihre Politik nicht bleiben. Daher versuchen wir, mit aller Kraft dagegen zu halten. Die Bürger müssen aufwachen und von der Union fordern, sich von der bisherigen Politik Merkels abzuwenden und einen Schlussstrich zu ziehen. Merkels Politik muss rückgängig gemacht werden.

Freie Welt: Können Sie konkrete Beispiele nennen, was Sie von der Union fordern?

Sven von Storch: Wir fordern: Die Grenzen müssen geschützt und der Doppelpass abgeschafft werden. Die Syrer müssen in ihre Heimat zurückkehren. Und wir wollen wieder bezahlbaren Strom statt Klimahysterie. Und jedes Euroland soll für seine eigenen Schulden aufkommen. Was Merkel aus rein ideologischen Gründen mit Geldern gefördert hat, wie etwa die Gender-Lehrstühle, muss finanziell trockengelegt werden. Wir brauchen eine moralische, politische und wirtschaftliche Wende.

Freie Welt: Was tun Sie, um dazu beizutragen?

Sven von Storch: Wir werden die Bürger aufklären. Wir wollen mit Kampagnen und einem Aufklärungsfaltblatt die Bürger informieren und motivieren, die Union zu einem Kurswechsel zu bewegen. Von Merkels Politik darf nichts übrigbleiben.

Freie Welt: Ist der CDU die Politik von Merkel nicht inzwischen selbst peinlich?

Sven von Storch: Einigen Unionspolitikern schon. Aber sie geben es nicht zu. Die CDU versucht jetzt Merkels Versagen vergessen zu machen. In ihrem Wahlprogramm taucht sie nur noch an einer Stelle auf. Die spekulieren darauf, dass die Bürger ein kurzes Erinnerungsvermögen haben. Dem stellen wir uns entgegen. Wir verlangen von der CDU den offenen Bruch mit Merkels Politik. Die sollen sich öffentlich dazu bekennen, dass Merkels Asyl- und Migrationspolitik, ihre Energiewende und ihre Eurorettungspolitik ein Desaster waren und jetzt rückgängig gemacht werden müssen.

Freie Welt: Herr von Storch, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Sven von Storch

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