Pläne für massiven Robotereinsatz bei Hyundai und KIA: Immer mehr Südkoreaner wehren sich gegen diese Entwicklung

Südkorea: Industrie-Arbeiter streiken gegen Konkurrenz durch humanoide Roboter

Tausende Beschäftigte des südkoreanischen Autokonzerns Hyundai legen seit Mitte Juli 2026 in Teilstreiks die Arbeit nieder. Auslöser ist die Sorge, dass neue humanoide Roboter künftig menschliche Arbeitsplätze ersetzen könnten.

Arbeiter in Südkorea beim Streik Symbolbild


Hyundai Motor Group will ab 2028 den humanoiden Roboter "Atlas" in großer Zahl einsetzen. Das Gerät stammt von der Tochterfirma Boston Dynamics. Geplant sind langfristig mehr als 25.000 Exemplare in Werken von Hyundai und KIA. 

Der Start soll im US-Werk in Georgia erfolgen. Die Roboter sollen zunächst Teile sortieren und später schwerere Montageaufgaben übernehmen. Analysten rechnen damit, dass sich die Geräte binnen zwei Jahren amortisieren und langfristig günstiger als menschliche Arbeitskräfte werden könnten.

Gewerkschaft verlangt Vetorecht

Die Hyundai-Gewerkschaft, Teil der Korean Metal Workers Union, lehnt einen unkontrollierten Einsatz ab. Sie fordert, dass kein neuer Roboter ohne Betriebsvereinbarung den Arbeitsplatz betreten darf. Zusätzlich verlangt sie höhere Grundlöhne, eine Leistungsprämie in Höhe von 30 Prozent des Konzerngewinns, die Anhebung des Rentenalters von 60 auf 65 Jahre sowie ein Festgehalt statt Stundenlohn. Damit soll verhindert werden, dass Automatisierung zu Einkommensverlusten führt.

Teilstreiks im größten Autowerk der Welt

Im riesigen Werkskomplex in Ulsan begannen die Beschäftigten Mitte Juli mit verkürzten Schichten. Zunächst endeten die Arbeitstage zwei Stunden früher, später legten sie vier Stunden pro Schicht nieder. Weitere Aktionen sind für Ende Juli geplant. Die Verhandlungen zwischen Konzern und Gewerkschaft stocken nach mehr als 15 Runden. Hyundai betont, der aktuelle Robotereinsatz betreffe zunächst nur die USA und sei kein Gegenstand der laufenden Tarifgespräche. Die Roboter sollten vor allem gefährliche und körperlich schwere Tätigkeiten übernehmen.

Breitere Debatte über Automatisierung

Südkorea gehört zu den Ländern mit der höchsten Roboterdichte. Der Streit bei Hyundai gilt als erster größerer Konflikt in der Autoindustrie, der direkt mit humanoiden Robotern verbunden ist. Beobachter rechnen damit, dass ähnliche Auseinandersetzungen in den kommenden Jahren auch bei anderen Herstellern zunehmen werden.

Sven von Storch

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Kommentare

Es könnt so ablaufen, KI macht sich selbständig, wie es kürzlich der Fall war und der Mensch wird durch Roboter ersetzt. Der Mensch schafft sich also ganz einfach selber ab.

Wir Europäer, angefangen in England, gezwungen durch Fremdarbeiter in der bRD, schaffen uns erfolgreich ab. Kinder sind lästig und werden nicht gefördert, vergammeln in den Zwangseinrichtungen, genannt Schulen, Geld fließt in alle Welt. Nun geht es allgemein an den Menschen. Gibt es auf der Welt nicht so etwas wie eine Ethikkommission?

karlheinz gampe

29.07.2026 | 20:54

Dadurch, dass Koreaner und Amis nun in der Chipindustrie von China abgehängt werden. Da könnens streiken wie sie wollen. Das Made in Germany hat einst auch nicht den Aufstieg Deutschlands zur Industriemacht verhindert! Die Mrd der koreanischen und US Chipindustrie fließen bald nach Chinas mit seiner neuen billigen Chipspeichertechnologie!

Die südkoreanischen Arbeiter haben kapiert, was ihnen die KI bringt bzw. wegnimmt und wahrscheinlich noch mehr, was diese noch bewirkt und worauf sie abzielt. Nämlich auf unsere vollkommene Versklavung und Entmenschlichung. Aber die Deutschen sind wahrscheinlich immer noch total begeistert von dieser uns die Freiheit gänzlich nehmenden KI und erkennen nicht die Gefährlichkeit der Verselbstständigung, die dann niemand mehr aufhalten und beenden werden kann. Die Deutschen begreifen nichts!

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