Im Zweifel links

Studie bescheinigt ARD und ZDF politische Einseitigkeit

Für die Meinungsmanipulation der Bevölkerung sind den Öffentlich-Rechtlichen inzwischen jedes Mittel recht. Besonders beliebt: Die Präsentation von angeblich unabhängigen Experten oder »zufällig« befragten Passanten von der Straße als authentische Meinungsäußerung.

So geschehen 2019. In einem Beitrag wurde ein Leipziger Supermarkt gezeigt, der haltunsgkorrekt das Produkt eines AfD-nahen Herstellers boykottierte. In diesem Beitrag kam auch eine anscheinend normale Kundin zu Wort, die in die Kamera sagt, sie wolle keine Produkte einer Firma kaufen, die die AfD unterstützt. Nach Ausstrahlung des ZDF-Beitrags stellte sich heraus: Bei der normalen, zufällig zu diesem Zeitpunkt im Supermarkt einkaufenden Kundin handelte es sich um die Grünen-Abgeordnete Monika Lazar [FW berichtete hier].

Aber statt sich reuig und zerknirscht zu zeigen, regiert bei ARD und ZDF die Devise: Jetzt erst recht. Das Corpus delicti, in diesem Fall der Beitrag über den Supermarkt, wird stillschweigend aus der Mediathek gelöscht, um dann weiter zu machen, als wäre nichts geschehen. So auch jetzt wieder bei der ZDF-Sendung »Drehscheibe«. Für diese Sendung wurden Passanten auf der Berliner Friedrichstraße befragt. Der ehemalige Prachtboulevard im von Schinkelbauten und Gründerzeithäusern beherrschten Zentrum ist unter den linken Stadtlenkern zur autobefreiten Rennstrecke von E-Scootern und Radfahrern herabgesunken. 

Eine grün-kommunistische Geisterzone, in der ein Händler nach dem anderen aufgibt, weil die Laufkunden ausbleiben. Trotzdem fand das ZDF noch eine Radfahrerin, die sich ganz begeistert zeigte vom fehlenden Autolärm. Müßig zu betonen, daß es sich bei der »zufällig« Ausgewählten um eine Grünen-Politikern und gleichzeitig Rad-Aktivistin handelt. Was vom ZDF allerdings – wie sollte es anders sein – galant unter den Tisch fällt.

Das Berichten mit extrem linker Schlagseite sind beim ÖRR keine wenigen Ausrutscher, sondern sie sind der Normalfall eines systematisch eingewachsenen Politjournalismus, der Neutralität und Unabhängigkeit für die richtige Haltung über Bord geworfen hat. Den Beweis erbringt eine groß angelegte Studie des Forschungsinstituts Media Tenor. Die Autoren haben für ihre Analyse 18.805 Beiträge von ARD und ZDF untersucht von beginnend von Anfang 2021 bis Ende 2022. Das Fazit dürfte niemanden von den Konsumenten alternativer Medien überraschen: Während SPD und Grüne selbst bei gravierenden politischen Fehlleistungen immer auf positive Berichterstattung bei ARD und ZDF vertrauen dürfen, sieht es bei der CDU und erst recht bei der AfD genau umgekehrt aus. Besonders auffällig ist der grün-linke Gefälligkeitsjournalismus beim Deutschlandfunk [siehe Beitrag hier von Tichys Einblick].

Besonders krass zeigt sich das beim politischen Geschehen rund um die verheerende Ahrtal-Flut: Während die politische Karriere des Ex-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) durch ein deplaziertes Lächeln während seines Besuchs im Flutgebiet faktisch beendet wurde, wurde die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) trotz mehrerer aktenkundiger Fehlentscheidungen – beispielsweise konnte sie ihr Mitarbeiterstab in der Flutnacht nicht erreichen – von  der Presse mit Samthandschuhen angefaßt. Über Dreyer gab es beim ÖRR in dieser Zeit nicht einen einzigen negativen Beitrag, 20 waren positiv, 73 neutral. 

Die Meinungsmanipulation ist inzwischen das Hausgeschäft des Staatsfunks geworden. Bei ARD und ZDF sitzen Sie in der ersten Reihe der Propaganda. 

Ein Gastbeitrag von Meinungsfreiheit für die Bürger

Sven von Storch

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