Philipp Ruch, Leiter des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS), behauptet im Interview mit einem Bild-Journalisten Paul, die Störung des ARD-Sommerinterviews mit AfD-Chefin Alice Weidel sei »in enger Kooperation« mit der ARD und der Berliner Polizei erfolgt [siehe Bericht »Apollo News«].
Ob diese Aussage war oder ernst gemeint ist, bleibt unklar, da Ruch ironisch auch eine Zusammenarbeit mit der AfD erwähnt.
Details zur Informationsbeschaffung über den Aufzeichnungstermin und die Durchführung ohne Polizeieinschreiten bezeichnet er als »Betriebsgeheimnis«.
Die Aktion wurde mit dem »Adenauer SRP+«, einem umgebauten Polizeibus mit starken Lautsprechern, durchgeführt, der auf das Verbot der Sozialistischen Reichspartei (SRP) 1952 unter Konrad Adenauer anspielt. Ein Chor sang lautstark »Scheiß AfD«, was die Übertragung massiv störte. Ruch nennt dies den »Fernsehmoment des Jahres« und spricht von einer »Verschönerungsaktion« statt einer Störung.
Die Berliner Polizei widerspricht Ruchs Darstellung, betont, dass die Aktion nicht angemeldet war, und hat zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen eine 64-jährige Frau und einen 39-jährigen Mann eingeleitet. Die ARD plant, ihre Sicherheitskonzepte für künftige Interviews zu überarbeiten.


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