Ralf Stegner wünscht sich langfristig eine Fusion aus Linke und SPD

Stegner träumt von Sozialistischer Einheitspartei

Langfristig kann sich Ralf Stegner eine Fusion aus SPD und Linkspartei vorstellen. Es sei nicht normal, dass das linke Spektrum so zersplittert sei, findet er. Das nutze nur dem politischen Gegner.

Weihnachten darf man schon mal träumen. Und weil der Coca-Cola-Weihnachtsmann rot ist, darf man auch mal rote Träume haben. Ralf Stegner hat so einen Traum: Er träumt nämlich von einer Neuauflage der Sozialistischen Einheitspartei. Für die Zukunft kann er sich nämlich eine Fusion aus Linkspartei und SPD vorstellen [siehe Berichte »Zeit-Online«, »Welt«].

Kein Wunder, dass man sich angesichts der desaströsen Umfrage- und Wahlergebnisse der SPD in eine Wunschwelt hinein träumen muss, um als Sozialdemokrat noch Hoffnung für Zukunft zu haben. Die SPD dümpelt derzeit bei circa 13 Prozent durch das trübe Fahrwasser.

Die Spaltung des linken politische Spektrum nutze nur dem politischen Gegner, findet Stegner. Daher müssen andere Lösungen her. Allerdings müsse die Linkspartei erst ihren »Willen zum Gestalten und zum Regieren« beweisen. Sektiererische Postitionen zur EU beispielsweise finde er nicht gut. Wen findet er eigentlich gut? Linke-Politiker wie Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow seien »vernünftige Leute«, findet Stegner.

Was Stegner nicht zu erkennen scheint, ist, dass es die Grünen sind und nicht die Linke, die der SPD die Stimmen wegnehmen. Denn die Grünen können ihrem kulturmarxistischen und ökologischen Kurs treu bleiben, während die SPD ihr eigenes Klientel, nämlich die Arbeiterschaft, längst verraten und verloren hat.

Sven von Storch

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