Ricarda Lang, Sprecherin der Grünen-Jugend, bekennende Antifaschistin und Feministin, erklärt in einem Interview der »taz« : »Ich war noch auf keinem festlichen Anlass, bei dem die Nationalhymne gesungen wurde.«
Deshalb mag sie es auch nicht, wenn der Grünen-Politiker Habeck den Ausdruck »Des Glückes Unterpfand« auf seiner Deutschlandtour zitiert. Das erinnert sie an konservatives Denken. Und Patriotismus sei konservativ.
Überhaupt kann sie mit dem Begriff Patriotismus wenig anfangen: »Er bezieht sich auf die Nation, also einen Raum, der andere ausschließt.«
Sie will etwas anderes, nämlich: »Ich würde mir eine Erzählung grüner Politik wünschen, die klar über die Nation hinausweist. Mehr Europa, mehr Internationalismus, mehr Universalismus, aber auch mehr individuelle Wertschätzung.«
Auch mit dem Begriff Heimat kann sie wenig anfangen: »Für mich ist Heimat etwas Privates. Heimat ist kein politischer, nach vorne weisender Begriff.«
So ticken sie, die Grünen. Daher wollen sie auch alle Grenzen ganz weit aufmachen.


Add new comment