Während der Merkel-Wahlverein CDU/CSU mit hoher Wahrscheinlichkeit die derzeitigen Umfragewerte ausnutzt, um Merkel wieder als Kandidatin für die nächste Kanzlerwahl voranzuschieben, braucht die SPD einen Gegenkandidaten. Doch die SPD steckt immer noch im dunklen Umfrageloch fest. Das Duo Esken-Borjans zieht außerhalb des sozialdemokratischen Milieus nicht. Nun hat man Olaf Scholz als »Sympathiefigur« entdeckt. Er schafft es, auch die unfreundlichsten Meldungen mit einem freundlichen Gesicht vorzutragen.
Die Mainstream-Medien beobachten diesen Prozess genau [siehe »Focus« oder »n-tv«]. Sie fangen schon an, Scholz als neuen Helden der Sozialdemokraten aufzubauen, der in der Corona-Krise angeblich eine gute Figur gemacht habe.
Doch klar ist: Stünden Merkel und Scholz im Wahlkampf gegeneinander, dann wäre dies für die Große Koalition ein prima Schein-Wahlkampf, eine Inszenierung, die den Wählern vorgaukelt, eine Richtungswahl zu haben, obwohl am Ende in beiden Paketen fast derselbe Inhalt steckt: nämlich jener der Großen Koalition mit ihren alten Zielen.


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