Der Sozialdemokrat Pedro Sánchez will in Kürze im Parlament als Ministerpräsident wiedergewählt werden. Dazu braucht er eine parlamentarische Mehrheit. Um diese zu bekommen, hat er den Separatisten-Gruppierungen gegenüber Zugeständnisse gemacht. Dazu gehört auch ein Amnestie-Gesetz, das den Veranstaltern des nicht verfassungskonformen Unabhängigkeit-Referendums für die Unabhängigkeit Kataloniens vom Oktober 2017 Straffreiheit zusichert [siehe Bericht »Neue Zürcher Zeitung« und »New York Times«]. Außerdem solle Katalonien ein Schuldenerlass in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten.
Millionen Spanier sind damit nicht einverstanden. Und am letzten Sonntag gingen in 52 Städten Hunderttausende auf die Straßen, um dagegen zu demonstrieren. Sie wollen die Abspaltung Kataloniens verhindern und wehren sich gegen die Zugeständnisse. Sie werfen Pedro Sánchez kaltes Kalkül um der Macht wegen vor.
Außerdem sind viele Protestierende gegen die Masseneinwanderung aus Afrika nach Spanien. Es gab Sprechchöre gegen die Islamisierung Spaniens. Man sei eine christliche Nation, keine islamische, riefen die Demonstranten in Madrid.


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