Debatte um Kernenergie in Spanien

Spanien: Kernkraftwerk-Betreiber fordern Laufzeit-Verlängerung

Der Atomausstieg wurde 2019 unter dem linken Ministerpräsidenten Pedro Sánchez beschlossen, inspiriert ausgerechnet von Deutschland! Doch nun kommt wieder Bewegung in die Debatte. Man sorgt sich um die Energiesicherheit.

Kernkraftwerk

Streit und Diskussionen um die Kernkraft gibt es auch in Spanien. Doch dort kommt man zu anderen Schlussfolgerungen als in Deutschland.

Forderung nach Verlängerung der Laufzeit

Wie "Apollo-News" und die "Frankfurter Allgemeine" berichteten, fordern die Betreiber des spanischen Atomkraftwerks Almaraz, angeführt von Iberdrola, eine Verlängerung der Laufzeit bis 2030, obwohl die erste Reaktoreinheit ursprünglich 2027 abgeschaltet werden sollte. 

Auch die Laufzeit des zweiten Reaktors, geplant bis 2028, soll verlängert werden. Weitere Kraftwerke sollen bis 2035 schrittweise stillgelegt werden. Die Betreiber, darunter Endesa und Naturgy, planen, einen Antrag beim Energieministerium einzureichen.

Begründung und Hintergrund: Atomausstieg in Spanien wurde nach deutschem Vorbild beschlossen

Die Kernkraft wird als Schutz gegen Stromausfälle bezeichnet, insbesondere nach einem massiven Blackout im April, der 50 Millionen Menschen betraf. Laut Iberdrola stabilisiert die Kernkraft das Stromnetz. 

Der Atomausstieg wurde 2019 unter dem linken Ministerpräsident Pedro Sánchez beschlossen, inspiriert ausgerechnet von Deutschland! 

Spanien lehnt die Einstufung der Kernkraft als nachhaltig innerhalb der EU ab.

Bedingungen der Regierung: Sicherheit der Energieversorgung

Die spanische Regierung ist bereit, über eine Verlängerung zu verhandeln, wenn die Kraftwerke sicher betrieben werden, die Stromversorgung gesichert bleibt und keine zusätzlichen Kosten für Steuerzahler entstehen.

Bedeutung der Kernkraftwerke für Spanien

Die sieben spanischen Kernkraftwerke liefern etwa 20 Prozent des Stroms, Almaraz allein 7 Prozent. Zudem sichern sie Arbeitsplätze, etwa 4.000 in Almaraz. Die Region Extremadura und Parteien wie die PP und Vox unterstützen die Kernkraft und haben Steuersenkungen für Betreiber beschlossen sowie sich gegen den Atomausstieg ausgesprochen.

Nach dem Blackout wurden mehr Gas-, Wasser- und Atomkraftwerke angeschlossen, um das Netz zu stabilisieren. Ein erster Bericht nennt den Ausfall von Erzeugungsanlagen als Ursache. Ein Abschlussbericht wird für 2026 erwartet.

Sven von Storch

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Comments

Wie jetzt? War doch nur ein Blackout von 24 Stunden. Da geht noch mehr. Schaltet die AKWs ab, und Ihr werdet sehen, wie lange so ein Blackout dauern wird. Herr, lass Hirn regnen.

Ein schwacher Trost, daß die Anti-Europa-Globalisten nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa wirtschaftlich schwächen wollen.

Und bei der angeblichen "Debatte" geht es doch nur darum, die AKW-Betreiber ruhig zu stellen. Und nicht etwa darum, eine bezahlbare Energieversorgung zu sichern.

Nach "deutschem Vorbild" ...

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