Ein seit Jahren beobachteter Trend verschärft sich. Während auf der einen Seite die Einkommen und Vermögen der Reichen und Superreichen in ungeahnte Höhen vorstoßen, verarmen andere Teile der Bevölkerung. Die Gesellschaft spaltet sich.
Zu diesem Ergebnis ist eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gekommen [siehe Bericht »n-tv«]. Rund 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen seien weiter zurückgefallen.
Der Anteil der sogenannten Mittelschicht mit mittleren Einkommen nimmt immer mehr ab, wie schon letztes Jahr eine andere Studie derselben Stiftung diagnostizierte [siehe Bericht »Tagesspiegel«].
Warum ist dieser Trend besorgniserregend? Schon 1945 hatte ein damals weit verbreitetes US-amerikanisches Aufklärungsvideo über Demokratie [siehe Link zum YouTube-Video hier: »Democracy (1945)«] gewarnt, dass zu einer funktionierenden Demokratie ein ausgewogenes wirtschaftliches Verhältnis in der Gesellschaft gehört. Das wichtigste sei eine große starke Mittelschicht, die die Gesellschaft trägt. Doch wenn die Mittelschicht klein ist, dann stehen Arm und Reich einander gegenüber und schaffen somit soziale Spannungen in der Gesellschaft.


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