Wie u.a. die Stuttgarter Zeitung berichtete, will die Dachorganisation von sechs Wohlfahrtsverbänden sich für die Möglichkeit stark machen, dass der Familiennachzug auch für Asylanten mit subsidiärem Schutz gewährleistet wird. Nach dem Motto »Recht auf Familie – Integration braucht Familienzusammenführung« will sich die »Liga der Sozialverbände« für noch mehr Zuwanderung stark machen. Dies sei ein Gebot der Humanität, hießt es. Das Bundesozialministerium stimmt diesen Forderungen der Sozialverbände zu.
Zu den Wohlfahrtsverbänden, die sich stark für den Familiennachzug einsetzen, gehören unter anderen die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz und die Diakonie. Die Wohlfahrtsverbände kritisieren, dass in den Medien und in der Politik mit übertriebenen Zahlen gegen die Migration Stimmung gemacht werde. Sie behaupten, es sei »nur« mit maximal 700.000 Personen zu rechnen, die im Zuge des Familiennachzugs nach Deutschland kämen. Doch selbst diese »kleine« Schätzung entspricht bereits einer Stadt von der Größe Frankfurts.
Für die Wohlfahrtsverbände liegt es natürlich auch im eigenen Interessen, sich in diese Thematik einzubringen. Denn dies bringt ihnen Aufgaben und Einnahmen. Die Frage, die offen bleibt, ist, wie die langfristigen Auswirkungen für unsere Gesellschaft sind.


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