In der Syrienkrise wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum »To-Go Guy« für US-Präsident Donald Trump (siehe Bericht Bloomberg). Zum einen, weil Frankreich nach den USA die stärkste Militärmacht der NATO ist, zum anderen, weil Sonnyboy Macron schnell bei scharfen Worten ist, wenn es um Syrien und Militärschläge geht (siehe The Guardian). Da können sich Trump und Macron die Hand reichen. Vergessen sind die Zeiten, als sie sich noch als politische Gegner sahen.
Macron spricht immer wieder davon, dass Angriffe mit Giftgas beziehungsweise Chemiewaffen eine rote Linie seien. Sei diese überschritten, müssen man hart durchgreifen. Das Problem ist, dass unklar ist, WER diese rote Linie überschritten hat. Wenn es eine False-FlaG-Attacke syrischer Anti-Assad-Rebellen WAR, wird Macron dann auch mit aller militärischer Härte durchgreifen?
Die Kriegstreiber-Presse wie CNN nimmt diese Situation dankend auf: Wenn Macron mitmische, habe Trump keine Ausrede mehr NICHT gegen Syrien vorzugehen, schreibt David A. Andelman bei CNN (wörtlich: »With France in, Trump has no excuse not to act on Syria«). CNN ist seit dem Golfkrieg von 1990/91 immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, die USA in einen Krieg »hineinzuberichten«.


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