Söder ist ein Fähnlein im Winde. Seine Aussagen ändern sich je nach Wetterlage. Vor ein paar Jahren war er noch offen für eine schwarz-grüne Zusammenarbeit. Dann änderte sich seine Meinung. Während Friedrich Merz, Daniel Günther und Hendrik Wüst offen für eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene sind, hat in den letzten Monaten Markus Söder dagegen gehalten und ein solches Bündnis ausgeschlossen.
Doch nun hat er seine Meinung wieder geändert. Die Grünen mag er zwar immer noch nicht und warnt vor ihnen, aber er schließt plötzlich eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene nicht mehr aus [siehe Bericht »n-tv«]. Damit ist seine Rolle offengelegt. Er wettert gegen die Grünen, um Stimmen zu gewinnen von all denen, die vor den Grünen Angst haben. Doch nach der Wahl wird alles ganz anders aussehen.
Nach aktuellen Umfragen hat die Union nach Wahl wohl die Freiheit, zwischen der SPD und den Grünen als Koalitionspartner zu wählen. Für eine Koalition mit der FDP wird es aller Wahrscheinlichkeit nicht reichen, falls die Liberalen überhaupt wieder ins Parlament kommen.
Was ist nun schlimmer? Große Koalition wie unter Merkel? Oder schwarz-grün? Beides wäre nicht besser als die Ampel. Das ist Deutschlands Dilemma. Nur ein Aufbrechen der Brandmauer könnte das Land aus dem Dilemma befreien.


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