Söder verlangt von Baerbock, sich mit Syrien und den afghanischen Taliban in Verbindung zu setzen

Söder macht wieder Versprechungen_ Er will Gefährder schneller abschieben

Wie oft schon hat Markus Söder rechts geblinkt und links überholt? Nun inszeniert er sich als Mann des harten Durchgreifens. Er will Gefährder schneller abschieben lassen, auch wenn sie aus Syrien oder Afghanistan kommen.

Markus Söder (CSU) verhält sich manchmal wie ein Fähnchen im Winde, möchte man meinen. Nun hat er für sich wieder das Thema Asylpolitik und Sicherheit entdeckt und greift Forderungen auf, die bei der AfD schon lange auf der Angenda stehen.

So will Markus Söder sich bei der Ministerpräsidenten-Konferenz dafür einsetzen, dass die Behörden künftig stärker gegen illegale Migraten und vor allem gegen die sogenannten Gefährder vorgehen [siehe Bericht »n-tv«]. Diese müssten schneller abgeschoben werden, auch wenn sie aus Syrien oder Afghanistan kommen. Dazu müssen man sich mit der Regierung in Syrien und auch mit den Taliban in Afghanistan in Verbindung setzen, meint Söder. Diese Aufforderung ist direkt an das Auswärtige Amt von Annalena Baerbock (Grüne) gerichtet, die in dieser Hinsicht eine komplett andere Auffassung hat.

Sicherlich recht hat Söder bei der Feststellung, dass es bei der Aufnahme von Migranten aus Syrien und Afghanistan regelrechte »Blankochecks« gebe, ohne im Einzelfall genauer zu überprüfen, ob es sich um eine Gefährder-Person handeln könnte.

Söder befürchtet, dass in der Bevölkerung der Eindruck entstehen könnte, der deutsche Rechtsstaat sei zu liberal und könne seine Bürger nicht mehr schützen.

 

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.