SPD bleibt stur, Grüne machen Druck, Union hat Angst vor der eigenen Basis

Söder bittet SPD, von der Kandidatur von Brosius-Gersdorf abzulassen

Markus Söder scheint vor der eigenen Basis weiche Knie zu bekommen und bitte die SPD, von der der umstrittenen Kandidatur von Frauke Brosius-Gersdorf abzusehen.

Die SPD bleibt stur. Sie beharrt auf ihre Wunschkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf für den frei werdenden Verfassungsrichterposten; auch wenn die Sozialdemokraten wissen, dass sie ihren Koalitionspartner damit in die Bredouille bringen. 

CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder scheint dagegen weiche Knie zu bekommen und bittet die SPD, von der der umstrittenen Kandidatur abzusehen [siehe Bericht »Welt«]. Söder erklärte: »Auf der umstrittenen Kandidatur liegt und lag kein Segen«. Die SPD solle »nicht mit dem Kopf durch die Wand« gehen.


Daher bietet Söder an, im Herbst einen neuen, besser geeigneten und weniger umstrittenen Kandidaten vorzuschlagen. 

Die Grünen und die Linken üben weiterhin Druck aus und fordern eine Sondersitzung des Bundestages noch vor der Sommerpause. Die Union scheint dagegen das Problem vertagen zu wollen, um Zeit zu gewinnen.

Sven von Storch

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