SPD solle sich lieber fragen, warum Wähler von der SPD zur AfD gewechselt sind

Sigmar Gabriel_ AfD-Verbotsforderungen der SPD seien dumm

»Statt einen erneuten zum Scheitern verurteilten Versuch eines AfD-Verbots zum politischen Programm zu erheben, sollte sich die SPD lieber fragen, warum Hunderttausende ehemalige SPD-Wählerinnen und -Wähler zur AfD gewechselt sind?«

Die SPD, die Grünen und die Linken liefern sich derzeit einen Wettbewerb im Kampf gegen die AfD und für ein Parteiverbot. Doch es hagelt viel Kritik, auch aus den eigenen Reihen.

Sigmar Gabriel (SPD) ist gewiss kein Freund der AfD. Er wetterte immer wieder gegen diese Partei und gegen ihre Wähler. Doch die Vorstellungen der aktuellen SPD, man könne die AfD verbieten, hält er schlicht für »dumm«.

In einer E-Mail, die dem »Tagesspiegel« vorliegt, kritisierte Sigmar Gabriel die AfD-Verbotspläne der SPD [siehe auch Bericht »n-tv«]. So schreibt er unter anderem:

»Statt einen erneuten zum Scheitern verurteilten Versuch eines AfD-Verbots zum politischen Programm zu erheben, sollte sich die SPD lieber fragen, warum Hunderttausende ehemalige SPD-Wählerinnen und -Wähler zur AfD gewechselt sind?«

Was schlägt Gabriel seiner Partei stattdessen vor?

»Statt solcher Ersatzhandlungen wäre es besser, endlich die politischen Themen zu bearbeiten, die die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer scharenweise von der SPD zur AfD treiben.«

Sven von Storch

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