Während Wirtschaftsminister Robert Habeck bettelnd und flehend in Katar vor dem Scheich in die Knie ging, und Deutschland sich jetzt einen teuren Langzeitvertrag aufschwätzen lässt, der uns über viele Jahre an teures Flüssigerdgas (LNG = Liquefied Natural Gas) aus dem Persischen Golf bindet, und wir dazu noch gedrängt werden, US-amerikanisches Fracking-Gas (ebenfalls als LNG geliefert) überteuert einzukaufen, findet das russische Erdgas anderswo seine Abnehmer.
Schon sind die ersten am Start: Serbien schließt nun einen mehrjährigen Gas-Vertrag mit Russland ab und profitiert von supergünstigen Preisen [siehe Berichte »ZDF«, »RND«]. Nur Belarus bekommt das Gas noch günstiger. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat am Sonntag mit Wladimir Putin telefoniert. Und schon steht der neue Deal. Belgrad freut sich. Berlin ärgert sich. Moskau lacht.
Die westliche Presse flucht. Schon stehen andere Interessenten in der Warteschlange: Indien und China. Die werden sich die günstigen Preise für russisches Erdöl und Erdgas kaum entgehen lassen. Soll der dumme Westen doch sein Geld den Amerikanern und Golf-Staaten in den Rachen werfen, mag ein Schelm böse dabei denken.
Die Bürger in Deutschland starren bewegungslos auf den Niedergang ihres Wohlstands und ihrer Kaufkraft und beugen sich den ungeheuren Preissteigerungen — für Sanktionen, die weder den Krieg in der Ukraine verkürzen noch Putin stürzen, sondern einfach nur eine sinnfreie Trotzreaktion aus purer Hilflosigkeit sind.
»Arm werden gegen Putin«, so wirkt auf uns die neue Doktrin der Bundesregierung.


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