Der republikanische Senator – und eigentlich traditionelle Russland-Gegner – Lindsey Graham hat sich nach dem Eklat im Oval Office des Weißen Hauses auf die Seite des US-Präsidenten Donald Trump und seines Vizie-Präsidenten J.D. Vance gestellt.
In seinem Presse-Statement forderte er den Rücktritt von Selenski.
Die Verhandlungen seien ein komplettes Desaster gewesen. Er sei seit Beginn des Krieges acht oder neun mal in der Ukraine gewesen. Er verstehe die Konsequenzen für die Ukraine, die sich aus Putins Angriffskrieg ergeben haben. Er wertschätze, wie das ukrainische Volk sich zur Wehr gesetzt habe.
Am Ende habe er gehofft, dass der Mineral-(seltene-Erden)-Deal ohne Probleme eingefädelt werden könnte. Doch es kam anders. Was sich im Oval Office abgespielt habe, sei ein Beispiel für Respektlosigkeit gegenüber dem amerikanischen Volk. Er, Graham, wisse nicht, ob man mit Selenski jemals wieder Geschäfte machen könne.
Selenski habe den Präsidenten und den Vizepräsidenten respektlos behandelt.
Zwar seien die Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA wichtig. Aber er stelle die Frage, ob Selenski mit den USA einen Deal ausarbeiten könne. Das sei fraglich.
Graham habe Selenski zuvor erklärt gehabt, dass man über Sicherheitsgarantien und Waffenstillstand sprechen wolle, sowie über den Prozess, der zum Ende des Krieges führen solle.
Der Wert der Mineralien von über 500 Milliarden US-Dollar wäre eine gute Sicherheitsgarantie für die Ukraine gewesen. Doch Selenski habe sich zuerst in München, dann in Washington daneben benommen.
Selenski müsse entweder sein Verhalten ändern, oder jemand anderes als Verhandlungsführer schicken oder zuürcktreten.


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