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Senat in Frankreich für Abschaffung des Rundfunkbeitrags

Nachdem die Nationalversammlung bereits für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags gestimmt hatte, legt nun der Senat nach. Damit dürfte das Ende des Rundfunkbeitrags in Frankreich besiegelt sein.

Der Rundfunkbeitrag in Frankreich ist mindestens genauso umstritten wie der GEZ-Zwangsbeitrag in Deutschland. Obwohl in Frankreich in der Beitrag mit 138 Euro pro Jahr geringer ausfällt und nur diejenigen betrifft, die tatsächlich einen Fernseher bereithalten. In Deutschland sind es 220,32 Euro pro Jahr, die fällig sind, egal ob ein Fernseher bereit steht oder nicht.

Doch im Gegensatz zu Deutschland sind in Frankreich die Politiker eher bereit, auf die Kritik der Bürger zu hören. Wie »Welt« berichtete, haben sich in Frankreich sowohl die Nationalversammlung als auch der Senat für eine Abschaffung des Rundfunkbeitrags ausgesprochen.

Als Übergangsregel steht im Raum, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Frankreich bis 2024 aus dem Topf der Mehrwertsteuer zu finanzieren. Dann sollen andere Regelungen getroffen werden.

In Deutschland ist man von solchen Reformen noch weit entfernt. Hier stellen Vertreter von ARD und ZDF sogar Ansprüche, den GEZ-Zwangsbeitrag noch zu erhöhen. Und das, obwohl Deutschland bereits den teuersten öffentlichen Rundfunk der ganzen Welt hat.

 

 

Sven von Storch

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