Demographisch wandelt sich Deutschland in rasantem Tempo. Die Gesamtbevölkerung steigt, die Zahl der Zuwanderer ist auf hohem Niveau, die Zahl Deutscher ohne Migrationshintergrund nimmt ab, die Deutschen ohne Migrationshintergrund sind überdurchschnittlich alt und werden zahlenmäßig in den nächsten 10-20 Jahren weiterhin in den Hintergrund rutschen.
Hinzu kommt die Auswanderung. Deutsche wandern aus. Wenn es sich um Deutsche ohne direkten Migrationshintergrund handelt, dann sind es hauptsächlich Akademiker oder Fachkräfte, die auswandern, zum Beispiel weil sie im Ausland gute Jobangebote oder Karriere-Chancen sehen [siehe Bericht »MDR«].
Interessant: Direkt nach der massiven Grenzöffnung für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Jahre 2015 durch Angela Merkel nahm nicht nur die Zahl der Zuwanderer und Asylsuchenden massiv zu. Auch die Zahl der deutschen Staatsbürger, die ins Ausland abwandern nahm zu.
Wenn man die Daten von »Statista« zugrunde legt, dann schwankten die Zahlen der deutschen Auswanderer zwischen 130.000 und 150.000. Beispiele: 2010 waren es rund 141.000, 2012 waren es ca. 133.000, 2013 waren es ca. 140.000, 2014 waren es über 148.000, 2015 waren es etwa 138.000.
Dann waren die Folgen der Masseneinwanderung durch Merkels Politik der offenen Grenzen zu spüren. Plötzlich stieg 2016 auch die Zahl der Auswanderungen unter deutschen Staatsbürgern an.
Beispiele: 2016 waren es ca. 281.000, 2017 waren es etwa 249.000, 2018 waren es rund 261.000 usw. In diesen Größenordnungen ging es bis heute weiter. 2022 waren es ca. 268.000 deutsche Auswanderer.
Diese Korrelation ist unübersehbar, auch wenn die Bundesregierung die Vergleichbarkeit der Daten durch technische Korrekturen eingeschränkt wissen will.
Klar ist: Seit 2015/2016 sind die Migrationszahlen in eine andere Dimension gerückt, nicht nur bei den Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, sondern auch bei den Deutschen, die auswandern.
Interessant wäre nun folgender Vergleich: Wie viel Prozent der deutschen Auswanderer sind Akademiker und Fachkräfte, die gut integriert waren, und wie viel Prozent der Zuwanderer sind Akademiker und Fachkräfte, die gut integriert sind?
Dazu gibt es unseres Wissens noch keine konkreten Zahlen. Aber es ist zu befürchten, dass diese Zahlen in Bezug auf das Argument des Fachkräftemangels bitter für die Regierung ausfallen dürften.


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