Gegenüber »Focus-Online« stellte Horst Seehofer seine Ansicht über Merkel klar: »Kanzlerin wird man nicht aus Zufall, sie ist schon außergewöhnlich stark«. Sie habe Nehmerqualitäten und sei zielstrebig.
Die Vermutungen, dass die Koalition platzen könnte, bezeichnete Seehofer als »weltfremd«. Außerdem, so Seehofer, sei man sich im Ziel einig. Es ginge nur um die Vorgehensweise.
Auch die SPD scheint mehrheitlich davon auszugehen, dass die Merkel-Koalition trotz Asyl-Staatskrise bestehen bleibe. Man sei sich einig, eine »europäische Lösung« anzustreben.
Was soll man daraus schließen? Je mehr Seehofer sich gegenüber Merkel zum Horst macht, desto deutlicher wird, dass Vieles in der Asyldebatte nur Wahlkampfgeplänkel zu sein scheint, um Markus Söder einen guten Start bei der Bayernwahl zu ermöglichen. Ob sich diese Taktik auszahlt, wird man im Oktober sehen.
Beatrix von Storch hatte für die AfD bereits angekündigt, dass man die Wahlen zum Plebiszit über das das Asyl- und Migration-Thema machen wolle.


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