Die schwedische Wahlbehörde meldete am Montagvormittag vorläufige Zahlen, die dem Block aus Sozialdemokraten, Linkspartei, Grünen und Zentrumspartei eine hauchdünne Mehrheit im 349 Sitze starken Reichstag zuschreiben.
Die Sozialdemokraten kamen auf etwa 28,1 Prozent und bleiben stärkste Kraft, verlieren aber im Vergleich zu 2022. Die Moderaten von Premierminister Ulf Kristersson legten leicht auf 19,9 Prozent zu.
Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten stürzten auf 17,6 Prozent ab und büßten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament an Zustimmung ein. Sie rutschten vom zweiten auf den dritten Platz.
Was noch aussteht
Noch fehlen vor allem Auslandstimmen und verspätete Briefwahlstimmen. Diese werden ab Mittwoch gezählt. Der Vorsprung liegt derzeit bei nur wenigen Zehntausend Stimmen. Beide Seiten halten sich bedeckt. Andersson signalisierte Regierungsbereitschaft, falls der Vorsprung hält. Kristersson prüft weiterhin Optionen und will mögliche Mehrheiten ausloten.
Schwierige Regierungsbildung
Selbst bei einer Bestätigung der Zahlen stehen schwierige Verhandlungen bevor. Das linke Lager ist intern gespalten bei Themen wie Migration, Atomkraft und Steuern. Eine knappe Mehrheit lässt wenig Spielraum. Das rechte Lager hatte gehofft, die Schwedendemokraten erstmals direkt in die Regierung zu holen. Dieses Szenario ist vorerst in weite Ferne gerückt.
Die endgültigen Ergebnisse werden voraussichtlich Ende der Woche vorliegen. Danach beginnt die eigentliche Suche nach einer stabilen Mehrheit.


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