Immer mehr Schweden kommen zu der Ansicht, dass man auch ohne Mitglied der Kirche zu sein ein guter und spiritueller Mensch sein kann. Denn die Lehre der evangelisch-lutherischen Nationalkirche Schwedens unterscheidet sich sowiewo nicht von der Zivilreligion und Ideologie der schwedischen Regierung. Viele Schweden sind längst zu Agnostikern oder Atheisten geworden. Aber sie wollen ein guter Menschen sein. Und das können sie auch außerhalb der Kirchengemeinschaft sein.
Im Jahr 2016 sind 85.848 Schweden aus der Nationalkirche ausgetreten. 2017 folgten nochmal 93.093. Dies berichtete Sputnik-News mit Bezug auf Zahlen der »Svenska kyrkan«.
Die christliche Lehre ist in der schwedischen Kirche sowieso stark verwässert und dem feministischen, kulturmarxistischen und linksliberalen Zeitgeist angepasst. So sollen Begriffe wie »Herr« und »Vater« sollen im Zusammenhang mit Gott nicht mehr gebraucht werden. Damit will man der Gender-Grerechtigkeit genüge tun und Gott als geschlechtsloses beziehungsweise neutrales Wesen darstellen. Dies wurde so in einem neuen Handbuch der Kirche festgeschrieben. »Vater unser, der du bist im Himmel« - Solche Sätze soll es in Zukunft in der »Evangelisch-lutherischen Nationalkirche Schwedens« nicht mehr geben.
Bei so viel Gleichgültigkeit gegenüber den christlichen Traditionen ist es auch kein Wunder, dass die Schweden gleichgültig ihrer Kirche gegenüberstehen.


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