Martin Schulz ist kein Zugpferd der SPD mehr

Schulz-Effekt war nur eine Luftnummer_ Jetzt ist sie verpufft

Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat gezeigt: Der Schulz-Hype ist verflogen. Die SPD ist wieder dort gelandet, wo sie vor ein paar Monaten gestartet war. Ein Kommentar.

Freie Welt

Seien wir ganz ehrlich: Wann immer eine große Koalition das Land regiert, verlieren die großen Parteien und gewinnen die kleinen Parteien an Wähler. Das war auch in den letzten Jahren so. Die einzige Möglichkeit, die große Koalition bei der kommenden Wahl zu stärken, wäre demnach, ein Duell zwischen den Spitzenkandidaten zu inszenieren, so dass die Bevölkerung in dieser Frage gespalten und zur Entscheidung selbiger wieder zur Wahl einer der großen Parteien motiviert wird.

Angela Merkels Image war ohnehin angekratzt. Da kam die Entscheidung der SPD für Martin Schulz als Spitzenkandidaten gerade zur rechten Zeit. Die Mainstream-Medien sind sogleich auf diesen Zug aufgesprungen. Sie haben Schulz gefeiert wie einen Pop-Star.

Dann kamen die ernüchternden Wahlrends in den Umfragen. Nun der Verlust in Schleswig-Holstein. Der Schulz-Effekt ist längst zum Schulz-Defekt geworden. Die negativen Nachrichten zu seinem Amtsgebaren als Präsident des EU-Parlaments haben seinen Stern noch weiter sinken lassen.

Wie auch immer man das Wahlergebnis und das Debakel der SPD dort erklären will, es waren nicht nur landespolitische Themen, die eine Rolle spielten. Es ging auch um das Image der SPD. Und das ist farblos geworden.

 

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.