Die Arme SPD. Andrea Nahles will nur noch in Grund und Boden versinken, absolut verschwinden und am besten gar nichts mehr mit Politik zu tun haben. Und Olaf Scholz träumt davon, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl wieder stärkste Partei werden und den Bundeskanzler stellen wird [siehe Berichte »Spiegel-Online«, »Tagesspiegel«, »Handelsblatt«]. »Die Chance, stärkste Partei zu werden, ist bei der nächsten Bundestagswahl deutlich größer als in vielen Jahren zuvor«, erklärte Olaf Scholz gegenüber dem »Stern« [volles Interview in dessen Printausgabe].
Was hat Olaf geraucht? Oder ist die Depression in der Partei schon so weit fortgeschritten, dass nur noch die Flucht aus der Realität helfen kann? Die Partei steht inhaltlich für nichts. Alle Werte, die sie früher einmal vertreten und verkörpert hatte, hat sie im Laufe der Jahre reihenweise über Bord geworfen. Woher dieser Optimismus, Herr Bundesfinanzminister? Das letzte Mal hatte die SPD solche schlechten Ergebnisse in der Kaiserzeit. Das ist schon eine Weile her.
Schade ist es vielleicht schon um die SPD. Immerhin hat die sozialdemokratische Partei eine mehr als hundertjährige Geschichte. Doch wir brauchen uns um das weitere Auskommen der SPD-Politiker keine Sorgen machen. Andrea Nahles wird vermutlich für ein Jahr lang ein Übergangsgeld von mehr als 10.000 Euro monatlich bekommen [»t-online«]. Und auch Olaf Scholz würde bei einem möglichen Ende der Regierungskoalition nicht auf Hartz-IV zurückgreifen müssen.


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