Bundeskanzler Olaf Scholz ist bei seiner Lateinamerika-Rundreise mit dem Anliegen gescheitert, dass die südamerikanischen Staaten die Ukraine mit Waffen gegen Russland helfen. Die Staaten Lateinamerikas wollen sich nicht in den Konflikt hineinziehen lassen und halten sich auch bei den Sanktionen gegen Russland zurück.
Auf die Anfrage von Scholz reagierte der Präsident Argentiniens, Alberto Fernández, mit der Antwort: »Argentinien und Lateinamerika denken nicht daran, Waffen an die Ukraine oder irgendein anderes Land in einem Konflikt zu schicken« [siehe Bericht »Handelsblatt«].
Die Strategie der Amerikaner ist es, die enormen Kosten der Aufrüstung zu externalisieren, indem möglichst viele andere Staaten mit ins Boote geholt werden, um die Ukraine mit Waffen zu versorgen, wobei im Gegenzug die Amerikaner Waffen in die entsprechenden Länder verkaufen. Deutschland ist mit den Forderungen aus den USA sichtlich überfordert. Daher versucht Scholz, einen Teil der Last auf andere Staaten zu übertragen. Doch in Lateinamerika will man sich nicht in den Konflikt hineinziehen lassen.
Hauptanlass der Latein-Amerika-Reise des Bundeskanzlers ist allerdings die Umsetzung von Handelsabkommen. Hier ist man sich in der Tat näher gekommen.


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