Der Widerspruch ist so groß, dass sogar die New York Times einen Sonderartikel diesem Thema gewidmet hat. Der saudische Staat ist auf Sparmaßnahmen angewiesen. Die Bevölkerung muss die Gürtel enger schnallen. Der Krieg im Jemen zerrt am Staatshaushalt. Doch die königliche Familie Saudi-Arabiens lebt in einem Traum aus 1001 Nacht. Der Luxus wirkt fast surreal. Trotz aller Austeritätspolitik hält der königliche Clan am verschwenderischen Lebensstil fest.
Die Menschen im Lande hätten weniger als zuvor, doch für die königliche Familie bleibe alles beim Alten, zitiert die New York Times Prinz Khalid bin Farhan al-Saud, einem ausgeschlossenen Familienmitglied, der in Deutschland lebt. Es gebe viele Staatsgelder die vom Staatsbudget ausgeschlossen und nur für den König reserviert seien, stellte er klar.
Der saudische Staat musste staatliche Ausgaben für die Bevölkerung kürzen. In einem Land, in dem große Teile der Bevölkerung von Subventionen und Unterstützungen aus den Erdöleinnahmen des Staates abhängig sind, sorgen solche Maßnahmen für Unmut.
Für ungute Stimmung sorgen auch die Enthüllungen rund um die sogenannten "Panama-Papers", die Hinweise darauf haben, dass der saudische König Salman in Briefkastenfirmen in Luxemburg und auf den Virgin Islands beteiligt gewesen sein soll.


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