Das Königreich Saudi-Arabien war für die Vereinigten Staaten von Amerika stets ein wichtiges politisches, wirtschaftliches und militärisches Standbein im Nahen und Mittleren Osten. Von Saudi-Arabien aus zogen 1991 die US-Truppen Im Golfkrieg nach Kuwait und in den Irak. Saudi-Arabien ist zudem das Land, mit dem Henry Kissinger in den 1970er Jahren die Öl-Bindung des US-Dollars aushandelte.
Dass ausgerechnet Saudi-Arabien sich immer mehr von den USA abwendet, zeigt wie sehr sich globalen Machtgefüge verschieben. Die USA sind nicht mehr die alleinige Weltmacht wie in den 1990ern. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) geben in der Weltwirtschaft zunehmend den Ton an.
In diesem Sommer und Herbst verhandeln die Saudis nun über eine Annäherung oder gar einen Beitritt zu den BRICS-Staaten [siehe Berichte »Frankfurter Rundschau«, »Cashkurs.com«, »Deutsche Wirtschaftsnachrichten«].
In diesem Zusammenhang ist auch zu verstehen, weshalb Saudi-Arabien jüngst nicht auf die Forderungen der USA einging, die Ölfördermenge zu erhöhen, um die durch die Russland-Sanktionen gestiegenen Ölpreise abzudämpfen. Der US-Kongress und die Biden-Administration im Weißen Haus reagierten empört und drohten Saudi-Arabien mit Konsequenzen.


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