Man brauche einen »europäischen Frühling«, findet Matteo Salvini. Er möchte, dass Italien stärker mit Ländern zusammenarbeitet, deren Regierungen ähnliche Ideen und Ziele haben wie die italienische Regierungskoalition aus Lega und 5-Sterne-Bewegung. Bei seinem Besuch in Warschau suchte er bereits nach Gemeinsamkeiten mit der polnischen Regierung [siehe Berichte »Repubblica«, »Zeit-Online«, »Stol.it«].
Das Ziel: Die Hegemonie von Angela Merkel und Emmanuel Macron zu brechen. Man wolle nicht mehr, dass die europäische Richtung über die Achse Paris-Brüssel-Berlin dominiert werde. Dazu müssten die EU-kritischen Stimmen und die oppositionell zur Merkel-Macron-Politik stehenden Regierungen ein Bündnis schließen. Italien und Polen könnten das Rückgrat der neuen Gegenachse zu Berlin-Paris werden. So würde Politik in Europa wieder lebendig werden und zu den alten Werten und Zielen zurückfinden. Dazu gehört auch ein Zusammenschluss der Migrations-kritischen Parteien bei der nächsten Wahl zum EU-Parlament. Der Besuch Salvinis in Polen steht auch im Zusammenhang mit der nächsten EU-Wahl.


Add new comment