Sie fordern Verhandlungen statt Waffen

Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer rufen zum Manifest für den Frieden auf

Wagenknecht und Schwarzer befürchten, dass Selenskij die Ukraine in einen totalen Krieg hineinführt und dass Putins Gegenschlag viele Menschenleben kosten werde. Daher sei es jetzt an der Zeit, auf Friedensverhandlungen zu setzen.

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, die von ihrer eigenen Partei heftig angegangen wird, und die Frauenrechtlerin und Publizistin Alice Schwarzer, die von linken Journalisten als »Rechtsfeministin« beschimpft wurde, weil sie auf Probleme von Frauen in islamischen Gesellschaften hingewiesen hat, widersetzen sich dem Mainstream der Medien und Politik und fordern ein Manifest für den Frieden [siehe Bericht »n-tv«].

Sie befürchten, dass der Präsident der Ukraine, Wolodimir Selenskij, das Land in eine Art totalen Krieg hineinführt. Sie beobachten mit Sorge, wie immer mehr Waffen in das Kriegsgebiet geliefert werden sollen und sogar Pläne für die Rückeroberung der Krim geschmiedet werden. Putins Gegenschlag werde fürchterlich sein und viele Menschenleben kosten. Daher müsse eine Eskalation des Krieges verhindert werden.

Wagenknecht und Schwarzer haben eine Petition zum Frieden gestartet, zum Manifest für den Frieden aufgerufen und Friedensdemonstrationen angekündigt.

Es ist zu befürchten, dass es Gegendemonstrationen geben wird und das Friedens-Engagement beider Frauen von der Mainstream-Presse zerrissen und sie selbst als Putinversteher oder fünfte Kolonne Moskaus beschimpft werden. Man fragt sich: In welcher Welt und Zeit leben wir eigentlich, wenn es Mut erfordert, für den Frieden einzustehen und Waffenstillstand und Diplomatie einzufordern? 

Sven von Storch

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