Der Chef von RWE, Markus Krebber, ist gegen die Rückkehr zur Kernenergie in Deutschland [siehe Bericht »finanzen.net«]. Die letzten drei Kernkraftwerke, die abgeschaltet wurden, würden bereits abgebaut. Um die Kernenergie in Deutschland wieder hochzufahren, müssten die Kernkraftwerke wieder aufgebaut oder neue errichtet werden. Das seien Investitionen in Milliardenhöhe und würde mindestens ein Jahrzehnt dauern, meint er.
In anderen europäischen Ländern sowie in den USA und China sieht man das anders. In 12 der 27 EU-Mitgliedstaaten werden derzeit 100 Kernkraftwerke betrieben. In vielen Staaten setzt man auf Energievielfalt. Das heißt, dass man die Atomenergie parallel zu anderen Formen der Energiegewinnung ausbaut, schon allein aus dem Grund, um bei der weiteren Entwicklung der Kernforschung nicht den Anschluss zu verlieren. In den USA überlegen mehrere Tech-Konzerne die Errichtung von kleinen Kernreaktoren, um die gigantischen Server der Internet-Branche und künstlichen Intelligenz mit Strom zu versorgen.


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