USA und NATO wollen Rüstungsetats und Personal für Auslandsmissionen aufstocken

Russland warnt vor gefährlicher Militarisierung

Die USA wollen ihre Rüstungsausgaben aufstocken und das militärische Personal in Ländern wie Afghanistan oder im Baltikum erhöhen. Gleichzeitig sollen die anderen NATO-Staaten ihre Rüstungsausgaben steigern und sich mehr engagieren. Der russische NATO-Botschafter hat eindringlich vor einer gefährlichen Militarisierung gewarnt. Außerdem ist Russland besorgt wegen des US-Flugzeugträgerverbandes vor der syrischen Küste.

Freie Welt

Der russische NATO-Botschafter, Alexander Gruschko, warnte einem Bericht der Welt zufolge vor einer gefährlichen Militarisierung in Europa. Schon jetzt hätten die europäischen Staaten zusammen einen viermal höheren Verteidigungsetat als die Russische Föderation. Doch die USA wollen, dass die Europäer diesen noch weiter erhöhen. Nicht allerdings, um die US-Verteidigungsausgaben zu verringern, denn diese werden ebenfalls erhöht.

Moskau warnte davor, die internationalen Beziehungen weiter zu militarisieren. Sonst müssen man Gegenmaßnahmen in Erwägung ziehen, die einen Rüstungswettlauf zur Folge hätten. Die multinationale NATO-Kampftruppe in Polen und im Baltikum wird vom Kreml nicht als Sicherheitsmaßnahme seitens der NATO, sondern als Provokation empfunden.

In Russland wächst zudem die Sorge über einen weiteren umfangreichen Militäreinsatz der USA in Syrien. Man befürchtet, dass die USA absichtliche Gerüchte um bevorstehende Giftgaseinsätze durch das Assad-Regime streuen, um dadurch mit aller Härte gegen Damaskus vorgehen zu können. Verdächtig sei auch das Erscheinen eines US-Flugzeugträgerverbandes vor der syrischen Küste.

 

 

Sven von Storch

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