Dumm gelaufen! Deutschland hatte mit seinen Pipeline-Verbindungen zu Russland Zugriff auf kostengünstiges und »sauberes« – weil leicht gefördertes und transportiertes – Erdgas aus Russland. Das war für Deutschland und seine Energieversorgung ein Standortvorteil.
Doch nun, nachdem die Ampel-Regierung verschiedene Sanktionen gegen Russland beschlossen hatte und die Nord-Stream-2-Pipeline gesprengt wurde, ist Deutschland mehr denn je auf Flüssig-Erdgas (LNG = Liquefied Natural Gas) angewiesen. Dafür werden teure LNG-Terminals gebaut und in den USA die Fracking-Erdgas-Förderung angekurbelt.
Deutschland hat die EU-Staaten gedrängt, ebenfalls russische Erdgas-Importe via Pipelines zu vermeiden. Offiziell wurden zwar die Sanktionen nur auf Kohle und Erdöl (Benzin, Diesel, Rohöl) verhängt. Doch wurde ununterbrochen dafür geworben, auch russisches Erdgas zu meiden.
Und jetzt? Jetzt stellt sich heraus, dass die EU stattdessen massenhaft Flüssiggas aus Russland einkauft. Und zwar so viel wie nie zuvor! Wie »n-tv« berichtete, ist die EU insgesamt der größte LNG-Kunde Russlands geworden!
Dumm nur, dass LNG sehr viel teurer ist als das Erdgas aus der Pipeline. Denn es muss mit einem aufwendigen Verfahren verflüssigt werden, per Schiff (das viel Schiffsdiesel verbraucht) zum LNG-Terminal gebracht und anschließend wieder in Gas umgewandelt werden.
Die EU hätte auch einfach größter Importeur russischen Pipeline-Erdgases bleiben können. Wir hätten Energie und Wärme in Hülle und Fülle. Auch Kohle aus Russland hätten wir gut gebrauchen können, denn die Kohlekraftwerke müssen die fehlenden Kernkraftwerke ausgleichen.
Doch Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Robert Habeck wollten es nicht so. Bezahlen dürfen wir, die deutschen Bürger, Steuerzahler und die deutsche Wirtschaft.


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