Die USA haben rund 750 Militärbasen in 80 Ländern. Kein Land der Erde ist global militärisch so präsent wie die Vereinigten Staaten von Amerika.
Was Deutschland angeht, so war die US-Militärpräsenz in der BRD eigentlich rückläufig. 2006 waren 72.416 US-Soldaten in Deutschland stationiert, 2009 waren es 56.680, 2014 waren es 42.450, 2016 waren 35.800 und 2020 waren es noch 34.500. Zum Teil wurden die Truppen in die USA zurückgeholt, zum Teil in anderen Ländern stationiert.
Doch nun stocken die USA ihre Truppenpräsenz auch in Deutschland wieder auf. Es tritt eine Kehrtwende ein. Insgesamt liegt die Mannschaftsstärke der US-Truppen in Europa derzeit bei 90.000. Deutlich ist eine Bewegung nach Osten. Der nahe Osten verliert an Wichtigkeit, Russland wird wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.
Nach wie vor ist Südwest-Deutschland mit seinen großen US-Flughäfen und US-Stützpunkte der Dreh- und Angelpunkt für US-Truppenbewegungen in Europa. Hier sind auch die US-Atomwaffen stationiert. Und von dort würden im Ernstfall deutsche Kampfflugzeuge (zunächst Tornados, später vermutlich F-35) mit US-Atomwaffen gegen Russland fliegen. Grundlage ist die sogenannte Regelung der atomaren Teilhabe. Deutschland ist zwar keine selbständige Atommacht, aber Teil der US/NATO-Nuklear-Streitkräfte.
Im Ernstfall wäre Deutschland also strategisches Ziel für russische Atomraketen, die vermutlich zuerst von der russischen Enklave Kaliningrad (Königsberg/Ostpreußen) abgefeuert würden.


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