In der CDU prallen derzeit zwei Meinungen aufeinander.
Die einen sehen die Zukunft der CDU/CSU in einer möglichen Koalition mit den Grünen. Dies wäre eine alternative zur schwarz-roten Koalition. Zu dieser Gruppe gehört auch Friedrich Merz, der sich zwar an den Grünen abarbeitet, aber immer wieder klar macht, dass er eine Koalition mit den Grünen nicht ausschließt. Auch die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (Hendrik Wüst) und Schleswig-Holstein (Daniel Günther) schließen eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene nicht aus. Das ist kein Wunder, denn in beiden Bundesländern führen sie eine schwarz-grüne Koalition an.
Die anderen wollen auf Bundesebene eine schwarz-grüne Koalition unbedingt verhindern [siehe Bericht der BILD-Zeitung]. Dazu gehören viele CDU-Fraktions-Chefs aus den Landesparlamenten. Sie sehen in einer Zusammenarbeit mit den Grünen wenig Zuklunftschancen. Sie wollen, dass die Partei eher nach rechts als nach links rückt und Themen wie Migration und Asyl sowie Sicherheit stärker auf die Tagesordnung bringt. Die Union müsse sich ihrer Meinung nach wieder stärker dem bürgerlichen Lager zuwenden. Damit haben sie auch die Abspaltung der Werteunion und die Zuwächse der AfD im Auge.
Auf Friedrich Merz werden also starke Richtungsdebatten zukommen.


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