Wenn sich nicht genügend Freiwillige melden

Rheinmetall-Chef Papperger sieht Wehrpflicht als mögliche Zukunft

In einem Interview mit RTL/ntv erklärte Rheinmetall-Chef, dass eine Rückkehr zur Wehrpflicht wahrscheinlich sei, besonders wenn sich nicht genügend Freiwillige melden, um den Personalbedarf der Bundeswehr zu decken. Von einer größeren Armee würde natürlich auf Rheinmetall profitieren.

Wie »n-tv« berichtete, hält Rheinmetall-Chef Armin Papperger eine Rückkehr zur Wehrpflicht in Deutschland für wahrscheinlich. In einem Interview mit RTL/ntv äußerte er: »Ich glaube, wenn die Freiwilligkeit nicht funktioniert, dass es in zwei Jahren eine Wehrpflicht gibt.«

Papperger sprach sich positiv über den Ansatz von Verteidigungsminister Boris Pistorius aus, der auf freiwillige Dienste setzt, lobte diesen jedoch mit gewissen Vorbehalten.

Was die Zukunft der Rüstungsindustrie angeht, betonte Papperger das starke Wachstumspotenzial seines Unternehmens. Rheinmetall beschäftige derzeit 40.000 Mitarbeitende und plane, diese Zahl in den nächsten zwei bis drei Jahren auf bis zu 70.000 zu steigern. Damit positioniert sich die Rüstungsindustrie als bedeutender Jobmotor. »Ich gehe heute davon aus, dass wir in Deutschland etwa 500.000 Menschen in der Sicherheitsindustrie beschäftigen können«, erklärte er.

Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Sektors für den Arbeitsmarkt, auch wenn die Debatte um eine mögliche Wehrpflicht weiterhin kontrovers bleibt.

Sven von Storch

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