Raheem Kassam beschreibt in seinem Blog-Beitrag eine nach seiner Ansicht koordinierte Kampagne von sogenannten RINO-Republikanern (Republicans In Name Only) gegen Steve Bannon.
Auslöser seien kürzlich veröffentlichte Auszüge aus Epstein-Dateien, die jedoch verzerrt und aus dem Kontext gerissen dargestellt würden. Ziel der Operation sei es, Bannon zu diskreditieren, um den texanischen Senator John Cornyn vor der Herausforderung durch MAGA-Kandidat Ken Paxton zu schützen und die Bewegung zu spalten.
Hintergrund der Kontroverse
Die Auseinandersetzung eskalierte, als Chris LaCivita (ehemaliger Trump-Kampagnenmanager) sich für John Cornyn im texanischen Senatsrennen positionierte und gegen Ken Paxton arbeitete. Bannon reagierte mit der Initiative "WarRoom Texas", die explizit die Abwahl Cornyns, die Begrenzung von H1-B-Visas und den Kampf gegen wachsenden islamischen Einfluss in Texas zum Ziel hat. Der Autor sieht darin den eigentlichen Grund für die Angriffe: Bannon bedroht etablierte republikanische Interessen in einem wichtigen Bundesstaat.
Die Rolle der Epstein-Dateien
Die jüngsten Vorwürfe basieren auf Textnachrichten und E-Mails zwischen Bannon und Jeffrey Epstein aus der Zeit, als Bannon Epstein für ein geplantes (nie vollendetes) Dokumentarprojekt interviewen wollte. Laut Kassam enthalten die veröffentlichten Auszüge nichts Neues: Bannon warnte bereits 2017 öffentlich und gegenüber Trump vor Plänen, den 25. Zusatzartikel der Verfassung gegen ihn einzusetzen – dieselbe Position, die später im "Anonymous"-Op-Ed der New York Times auftauchte. Die Nachrichten dienten der Recherche; es gebe keinerlei Hinweise auf Komplizenschaft oder unangemessenes Verhalten.
Politische Motive und Akteure
Der Text wirft LaCivita und verbündeten Medien (u. a. Mediaite-Autor Isaac Schorr) vor, eine "Swiftboat"-ähnliche Schmutzkampagne zu fahren, um Cornyn zu schützen. Es handele sich um eine klassische Divide-et-impera-Strategie von Establishment-Republikanern und "Griftern“, finanziert aus denselben Kreisen, die auch Cornyn unterstützen. Ähnliche Kontakte anderer Personen zu Epstein (z. B. Howard Lutnick) würden hingegen ignoriert – der Angriff sei rein politisch motiviert.
Bannon forderte schon lange die vollständige Offenlegung aller Epstein-Akten
Kassam betont Bannons langjährige Forderung nach vollständiger Offenlegung aller Epstein-Akten sowie seine Loyalität zu Trump, für die er sogar ins Gefängnis ging.
Die aktuelle Kampagne wertet Raheem Kassam als durchschaubarer Versuch, Bannon und die MAGA-Bewegung kurz vor wichtigen Wahlen zu schwächen. Der Autor ruft dazu auf, die Fakten zu prüfen und sich nicht von gezielter Desinformation spalten zu lassen.


Kommentare
Welchen Sinn macht die…
Welchen Sinn macht die Geheimhaltung von Akten? Die Vertuschung von kriminellen Handlungen von Akteuren der Regierung. Warum wird das zugelassen? Wo hat dieser Irrsinn begonnen und warum hat er sich global verbreitet? Warum lassen wir uns alle wie Kinder entmündigen? Mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten hat schon Goebbels seinen Wahlkampf bestritten, es ist also nichts Neues, wie alles, was diese Clique uns darbietet.
"Man" kann einem anderen…
"Man" kann einem anderen Menschen nicht hinter die Stirn schauen. Videos auf YT, mit Interviews und Bildern von Bannon und Epstein, hinterlassen bei mir ein komisches Gefühl. Auch dieses "nie vollendete" Projekt heißt doch, es muß eine längere Zusammenarbeit vorausgegangen sein, um an diesen Punkt zu gelangen.
Mich wundert nur, daß "Hunter Biden" bisher nicht in den Akten auftaucht.
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