»Man muss nur den Hahn aufdrehen« — So klar und deutlich hat der russische Präsident Wladimir Putin sein Angebot geäußert [siehe Bericht »Tagesspiegel«]. Eine Röhre der Pipeline Nord Stream 2 sei noch funktionstüchtig. Durch sie könne Russland Deutschland mit Erdgas beliefern, wenn die Deutschen es wollen. Damit spielt der russische Präsident den Ball von Russland nach Berlin.
Wie wird die Ampel-Regierung darauf reagieren? Sind die Sanktionen wichtiger oder das wirtschaftliche Überleben Deutschlands? Ist Ideologie wichtiger oder das Wohl der Bürger im eigenen Land? Ist Berlin souverän handlungsfähig oder abhängig von Vorgaben aus Washington? Das sind die Fragen, die Einfluss darauf haben werden, ob am Ende das Erdgas aus Russland doch wieder fließt oder nicht.
Putin machte in seiner Ansprache im russischen Fernsehen auch klar, dass man Preisbremsen nicht so ohne weiteres akzeptieren werde. Er droht, dass er auch das Öl abdrehen kann.
Für Wladimir Putin sind die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines ein Terrorakt gewesen. Wer immer der Täter war, habe ein Interesse daran, Europa und Russland zu spalten.


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