Der aus Spanien geflohene katalanische Ex-Präsident gibt nicht auf. Er will von außen auf die Entwicklung in Spanien einwirken. Sein Heimatland steckt derzeit in einergroße Krise. In einem Interview mit der belgischen Zeitung "Le Soir" sagte er, dass er kompromissbereit sei und dass es immer noch Lösungsmöglichkeiten außerhalb einer Unabhängigkeitserklärung gebe.
Am 30. Oktober hatte die spanische Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen Puigdemont und weitere entmachtete Regierungsmitglieder erhoben. Der Vorwurf lautete: Aufstand, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Am 31. Oktober ordnete ein spanisches Gericht ordnete an, dass Puigdemont und die anderen Angeklagten vor Gericht erscheinen sollten, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.
Puigdemont hatte sich zwischenzeitlich mit vier weiteren seiner Ex-Minister nach Brüssel abgesetzt. Weil er nicht vor Gericht erschien, wurde am 2. November 2017 ein Europäischer Haftbefehl gegen ihn erlassen. Am 5. November stellte sich Puigdemont der belgischen Polizei. Er wurde zur vorübergehend inhaftiert, aber dann nach mehrstündiger Anhörung unter Auflagen vorläufig aus der Haft entlassen.


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