An den Börsen wird Elektrizität für 2027 zu Rekordpreisen gehandelt

Preisexplosion für Elektrizität an der Strombörse: Gehandelte 2027-Preise erreichen Höchststände

Hohe Terminpreise am Strommarkt: An der Strombörse werden Lieferungen für 2027 so teuer gehandelt wie seit der Energiekrise nicht mehr. Der Konflikt im Iran lässt Gaspreise steigen und wirkt auf den Terminmarkt.

Börse Symbolbild KI


Energieunternehmen, Versorger und große Abnehmer handeln an der Strombörse mit künftigen Lieferungen. Diese Terminkontrakte geben Hinweise auf die zu erwartenden Börsenpreise. Anfang September 2026 lag der Preis für Baseload-Strom im Jahr 2027 bei 123,12 Euro pro Megawattstunde. Das entspricht etwa 12 Cent je Kilowattstunde und markiert den höchsten Stand seit Januar 2023. Auch die Kontrakte für 2028 und 2029 erreichten neue Höchstwerte.

Der Iran-Krieg hat die ohne prekäre Lage am Energiemarkt verschärft

Zu diesen Preisen müssen die Verkäufer den Strom später bereitstellen. Für Privathaushalte kommen später noch Netzentgelte, Steuern und Abgaben hinzu, die rund 60 Prozent des Endpreises ausmachen. Noch vor wenigen Monaten hatten Analysten sinkende Strompreise erwartet. Die aktuelle Entwicklung gilt als deutliche Kehrtwende.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat die Gaspreise in Europa stark angetrieben. Die Blockade der Straße von Hormus verknappte das Angebot an Flüssiggas. Am europäischen Gasmarkt TTF stiegen die Preise seit Dezember von etwa 28 auf 74 Euro pro Megawattstunde.

Hohe Erdgas-Preise werden besonders Deutschland zu schaffen machen

Im deutschen Stromsystem bestimmt häufig das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung der Nachfrage nötig ist, den Preis für alle Anbieter. Das sind oft Gaskraftwerke, besonders wenn Wind und Sonne wenig liefern. Deshalb schlagen hohe Gaspreise traditionell auf den Strompreis durch. Genau diese Logik treibt derzeit die Terminpreise nach oben. Die Marktteilnehmer spekulieren damit, dass der Konflikt anhält und Gas teuer bleibt.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Tja ,SONNE und WIND schicken keine RECHNUNG ,.........................dafür die doppelt und dreifache  Abzockerrechnung unsere gewählten Altparteien !!

Handeln wir ebenso ! El Niño schlägt zurück ! (Klimakiller Friederich ,vom Winde verweht !)

Jetzt kommt die Rechnung des Volkes ! Wechseln wir das Klima ! Wählt diese Lügenparteien ab !

Wind of change : Die Zukunft liegt in der Luft Ich kann sie fühlen, überall. Sie weht mit dem Wind der Veränderung (Textausschnitt )Die Presesnachricht sollte lauten : Berlin vom Klima verWüstet :-))

 

Ekkehardt Fritz Beyer

11.09.2026 | 09:54

... „Hohe Terminpreise am Strommarkt: An der Strombörse werden Lieferungen für 2027 so teuer gehandelt wie seit der Energiekrise nicht mehr. Der Konflikt im Iran lässt Gaspreise steigen und wirkt auf den Terminmarkt.“ ...

Weil die wohl von wem gewählte Bundesregierung zum Wohle(?) des Volkes schon im April anno 23 auch die letzten 3 Atomkraftwerke vom Netz nahm https://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/atomkraft-deutschland-hat-den-atomausstieg-in-der-nacht-vollzogen-a-c72e499c-dc70-46b6-b2fe-1bc6c8996f0d, auf die einst weltweit sichersten Atommeiler auch zu Lasten der Industrie verzichtet und den dringend benötigten Atomstrom nun teuer im Ausland einkauft???  

Wie gut, daß wir nicht mehr von russischem Erdgas abhängig sind!

Ein wenig schade ist es schon, daß wir keine AKW mehr haben. Aber Wind und Sonne werden es schon bringen - insbesondere dann, wenn es gerade zuviel davon gibt. Man muß nur die "Erneuerbaren" beschleunigt ausbauen und subventionieren!

Und die steigenden Strom- und Gaspreise können Unternehmen und Private ja durch Bildung von "Sondervermögen" abfedern ...

Hans-Peter Klein

11.09.2026 | 11:38

So ist es. 
Die Ursache der Erhöhung der Strombörsenpreise sind die Gaspreise, denn die (!) bestimmen den Endverbraucher Strompreis.

Es sind nicht (!) die Erneuerbaren, es ist nicht (!) die Energiewende, die sind unschlagbar günstig.

Die günstigen Strombörsenangebote der Erneuerbaren werden aber nicht durchgereicht wegen dem merrit-order Prinzip, welches noch unter Helmut Kohl im Rahmen der europäschen Strommarkt Liberalisierung in den 90ern eingeführt wurde.

Sobald die neuen Groß-Batteriespeicher, bisher bereits genehmigt 72 GW, ans Netz gehen und sukzessive die Primärreserve der Gaskraftwerke ersetzen werden, wird auch dieses Problem nach und nach gelöst.

An den Pumpspeicherkraftwerken sehen wir, wie diese Nachfrage-gesteuert gefahren werden.

Warum dasselbe nicht bei den Biokraftwerken ?
Diese werden bisher stur konstant mit Grundlast gefahren. Warum nicht bedarfs-gesteuert ?
Flexibilität ist das Zauberwort, Grundlast war gestern.

MfG, HPK

Graf von Henneberg

11.09.2026 | 13:54

Es ist doch auch schön, daß hier Leute von der Wirkungsweise der Erzeugung und Verteilung der el. Energie ihren Beitrag abgeben, ohne auch nur die geringste technische Ahnung von der Funktionalität dieser Vorgänge zu haben. Über dieses Fußvolk freut sich die Klimamafia. - Hauptsache auf Linie.

Else Schrammen

11.09.2026 | 16:42

Na, dann überholen wir die Bermudas mit Leichtigkeit. Dann ist Deutschland wieder an der Weltspitze (zwar im negativen Sinn, aber immerhin)!

Hans-Peter Klein

11.09.2026 | 18:22

Vielen Dank, Sie dürfen Ihren Beitrag gerne untermauern mit Zahlen, Daten, Fakten die meinen Kommentar ggf. widerlegen.

Wir haben zum ersten mal 62% bisheriges Jahresmittel an Lastabdeckung durch Erneuerbare erreicht  und stehen unmittelbar vor 220 TWh EE-Strom, weit abgeschlagem vor allen ehemaligen AKWs.

Können Sie außer Ihre typischen Ad- Hominem-Scheinargumente  auch in der Sache etwas dagegen halten ?
MfG, HPK
 

Hans-Peter Klein

12.09.2026 | 13:45

@ Graf von Henneberg  11.09.2026 | 13:54

Vielen Dank, es wäre der Sache dienlicher gewesen wenn Sie Ihre Ad-Hominem Scheinargumente mal mit echten Zahlen, Daten Fakten belegen könnten.

Wie diese, z.B.
- das bisherige Jahresmittel der Stromverbrauchsabdeckung durch Erneuerbare ist auf stattliche 62% hochgeklettert.

- die Erneuerbare  erreichen bei der Stromerzeugung bereits stramm die 220 TWh , völlig abgeschlagen die alten AKWs.

Sie können mich gerne faktenbasiert widerlegen.

MfG, HPK

Neuen Kommentar hinzufügen

CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.