So schnell kann sich das Blatt wenden: US-Vizepräsidenin Kamala Harris hatte noch im US-Wahlkampf stets die illegalen Migranten im Lande in Schutz genommen und Donald Trumps Grenzpolitik angegriffen. Den Mauerbau hatte sie scharf verurteilt.
Jetzt ruft sie selbst dazu auf, dass die illegalen Migranten draußen bleiben sollen [siehe Bericht »Süddeutsche Zeitung«].
Ihre erste Auslandsreise als US-Vizepräsidentin führte Kamala Harris nach Guatemala. Dort wurden auch Themen wie Menschenschmuggel unerlaubte Migration diskutiert.
Harris kündigte in Guatemala-Stadt die Schaffung von Arbeitsgruppen der US-Regierung zu diesen Themen an. An ausreisewillige Lateinamerikaner gerichtet sagte sie: »Kommen Sie nicht.« Wer an die Grenze komme, werde zurückgewiesen, erklärte sie.
Auch US-Präsident Joe Biden hatte zuvor ähnliche Töne angeschlagen. Es scheint, als wolle man genauso wie Trump die illegale Einwanderung bekämpfen, aber dabei auf eine medienwirksamere und scheinbar mildere Methode zurückgreifen, um das eigene Image nicht zu ramponieren.


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