Experten: Bundeswehr mit Entscheidung überfordert

Pistorius kündigt Stationierung von 4.000 Bundeswehrsoldaten in Litauen an

Pistorius überraschte mit seiner Entscheidung die Bundeswehr und den Bundestag. Experten warnen, dass die Bundeswehr mit der Entsendung einer kompletten Kampfbrigade überfordert sei.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Verlegung einer schweren Kampfbrigade von rund 4.000 Mann nach Litauen angekündigt [siehe Bericht »Tagesschau.de«].

Diese Entscheidung rief Verwunderung und Empörung hervor. Die »Neue Zürcher Zeitung (NZZ)« schrieb dazu:

»Die Ankündigung von Boris Pistorius, eine schwere Brigade mit 4000 Soldaten fest in Litauen zu stationieren, hat den Bundestag und die Streitkräfte offenkundig sehr überrascht. Selbst in höchsten militärischen Ämtern scheint niemand vorab informiert gewesen zu sein. Ranghohe Militärs hatten zuvor von einer solchen Festlegung abgeraten, weil die Bundeswehr damit in ihrem jetzigen Zustand überfordert wäre.«

Zwar war die Idee schon letztes Jahr von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei seinem Besuch in Litauen angeregt worden. Doch die jetzige Entscheidung kam für viele Involvierte überraschend: »Das war spontan. Da gab es keinen Plan«, zitiert die NZZ einen Kenner der Bundeswehr.

Stecken die Amerikaner hinter dieser Idee? Ergibt diese Idee überhaupt Sinn in einer Zeit, in der die Bundeswehr selbst mit der eigenen Landesverteidigung überfordert wäre?

Sven von Storch

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