In einem Interview mit der »Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)« kritisiert der Physiker Vincent Ebert die Energiepolitik der Grünen in Deutschland scharf.
Die Aussage von Außenministerin Annalena Baerbock, dass »wir nur mit mehr erneuerbarer Energie und Energieeffizienz unsere Energiesicherheit gewährleisten können«, hält er für Unsinn.
Ebert erklärt: »Ich bin [...] davon überzeugt, dass Frau Baerbock keine Ahnung hat, was Grundlastfähigkeit bedeutet. [...] Noch mehr Windräder und noch mehr Solaranlagen lösen nicht das Problem, dass in einer windstillen Nacht dann kein Strom zur Verfügung steht. Sämtliche vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke für Strom aus regenerativen Quellen sichern den Bedarf der Bundesrepublik für gerade einmal vierzig Minuten.«
Seiner Einschätzung nach sind regenerative Energien nicht grundlastfähig. Wenn man Atomkraftwerke abschalte, so Ebert, müsse man an wind- und sonnenarmen Tagen Kohlekraftwerke auf Volllast laufen lassen. Will man auch diese nicht, müssen Gaskraftwerke einspringen. Wer auf alle drei verzichten wolle, ähnelt dem Mann, »der vom Dach springt und hofft, rechtzeitig vor der Landung fliegen zu lernen.«
Solar- und Windenergie seien sehr teuer und aufwendig: Pro erzeugter Terawattstunde Strom brauchen erneuerbare Energien einen bis zu fünfzigmal höheren Materialaufwand als ein Kernkraftwerk.
Vincent Ebert widerspricht Robert Habeck auch in Bezug auf die Sicherheit der Kernenergie. Die moderne Kernenergie sei eben keine Hochrisikotechnologie. Im Gegenteil. Es gibt Berechnungen, wonach in Bezug auf Folgen und Schäden bemessen wird, wie viele Tote pro erzeugter Terawattstunde Strom zu verzeichnen sind. Bei diesen Berechnungen ist Kernkraft die sicherste.


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