Die Unruhen in einigen US-Städten werden nun von den Propaganda-Medien und Politikern Chinas ausgeschlachtet. Das ist für sie eine Gelegenheit, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Ausland zu lenken.
Denn letztes Jahr hatte es erhebliche internationale Kritik am harten Vorgehen der Polizei gegen die Demokratiebewegung in Hongkong gegeben. Die Stadtregierung von Hongkong, die sich den Vorgaben Pekings unterworfen hatte, ließ die Demokratiebewegung brutal niederschlagen. Auch jetzt wurde die Corona-Krise dazu genutzt, Versammlungen teils gewaltsam aufzulösen.
Nun nutzten die Zentralregierung in Peking, die Hongkonger Stadtregierung und die chinesischen Staatsmedien die Vorfälle in den USA, um von der eigenen autoritären und totalitären Politik abzulenken [siehe Bericht »n-tv«].
Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam warf der Trump-Administration Doppelmoral vor. Nun würde man sehen, wie die USA mit Randalierern umgehen würden. Daher sei die amerikanische Kritik an der Behandlung der Proteste in Hongkong ungerechtfertigt.
Und der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, kritisierte die »Polizeigewalt in den USA«. Das Vorgehen der US-Regierung sei ein »Lehrbuchbeispiel für ihre weltberühmte Doppelmoral«.
Doch was Carrie Lam und Zhao Lijian verschweigen, ist die Tatsache, dass es sich bei den betroffenen Demonstranten in den USA um viele gewalttätige Randalierer handelt, die ganze Straßenzüge in bürgerkriegsähnliche Zustände versetzen, währen die Demokratiebewegung in Hongkong diszipliniert und friedlich agierte.


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