Chinesische Regierung unzufrieden mit dem Wahlausgang in Taiwan

Peking mischt sich in Taiwan ein

In Taiwan haben die Peking-kritischen Kräfte der Regierungschefin Tsai Ing-wen wieder die Wahl gewonnen. In der Volksrepublik stößt dieser Wahlausgang auf Kritik.

Die chinesischen Staatsmedien verteidigen die Doktrin von Xi Jinping mit seiner Ein-China-Politik. Jetzt versuchen sie mit Wahlfälschungsvorwürfen die Regierungschefin von Taiwan zu diskreditieren.

Mit dem Hinweis auf Hongkong hat die Amtsinhaberin Tsai Ing-wen wieder die Wahl gewonnen. Sie wehrt sich massiv gegen die Einmischung aus Peking. Wenn Taiwan seine Souveränität verliere, dann erginge es den Taiwanesen wie den Bewohnern Hongkongs, so ihre Argumentation. Das Prinzip des »ein Land – zwei Systeme« funktioniere nicht, weil Peking die demokratischen Rechte der Bewohner nicht voll anerkenne.

Peking ist von dem Ausgang der Wahl in Taiwan nicht begeistert [siehe Bericht »Tagesschau«]. Man hatte seine Hoffnungen auf die Peking gegenüber wohlgesonnenen Politiker der Opposition gesetzt. Nun wurden diese Hoffnungen enttäuscht. Schon seit langem versucht die Volksrepublik China mit PR-Maßnahmen und dem Prinzip des Zuckerbrotes und der Peitsche den Taiwanesen den »Anschluss« an die Volksrepublik schmackhaft zu machen. Doch die Bewohner Taiwans bleiben standhaft. Sie sehen sich als die wahren Vertreter der einstigen Republik China.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.