Gastbeitrag der Initiative Christenschutz
Christliche Wähler spielten eine zentrale Rolle bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen. Laut Nachwahlbefragungen haben in den zehn wahlwichtigen Bundesstaaten 81 Prozent der weißen Evangelikalen für Donald J. Trump gestimmt. Von den Protestanten entschieden sich 71 Prozent für den Republikaner sowie 60 Prozent der weißen Katholiken. Dagegen entschieden sich nur 26 Prozent der weißen Wähler ohne religiöse Bindung für Trump.
Unter jüdischen wie muslimischen Wählern konnte sich Trump dagegen nicht durchsetzen. Dort verhielt sich das Votum von 40 zu 60 Prozent für Kamala Harris.
Donald Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt für die Rechte der Christen Amerikas stark gemacht. Von konservativen religiösen Gruppen erhielt das Team Trump beträchtliche Wahlkampfspenden. Die Tatsache, dass die tödliche Kugel des Attentäters von Pennsylvania Trumps Kopf um nur Bruchteile von Millimeter verfehlte, wurde bei Christen als Zeichen Gottes verstanden. Viele sahen dies als Moment, in dem Trump die Wahl zum US-Präsidenten für sich entschieden hat.
Ryan Burge, Politikwissenschaftler der Eastern Illinois University, sagte, Trump verdanke seinen Sieg in den besonders umkämpften Bundesstaaten den christlichen Wählern. Diese Unterstützung christlicher Wähler, vor allem in den sogenannten Rust Belt Swing States wie Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin, sei hart zu überwinden.
Es sei außerdem zu beobachten, so Burge, dass der christliche Wählerblock von Wahl zu Wahl für die Republikaner wachse. Ungefähr 60 Prozent der christlichen Wähler entschieden sich für republikanische Kandidaten, dagegen nur 40 für demokratische Bewerber.


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