Das passiert, wenn man die stärkste Partei im Lande auszugrenzen versucht. Die FPÖ war mit 28,8 Prozent der Stimmen die stärkste Partei bei der Nationalratswahl 2024 geworden. Doch niemand wollte mit der FPÖ koalieren, weil diese ja die AfD Österreichs sei.
Also versuchten die ÖVP, die SPÖ, die Neos und die Grünen mit unterschiedlichen Verhandlungen, die FPÖ von der Macht fernzuhalten. Doch alle Koalitionsverhandlungen scheiterten.
Schließlich musste die ÖVP die Notbremse ziehen. Bundeskanzler Nehammer kündigte seinen baldigen Rücktritt an. Und die ÖVP erklärt sich nun offen für Koaltionsverhandlungen mit der FPÖ [siehe Bericht »Focus«]. Auch der Bundespräsident Alexander Van der Bellen kündigte an, er werde am Montag mit FPÖ-Chef Herbert Kickl über eine Regierungsbildung reden.
Zuvor hatte sich bereits angedeutet, dass das bisherige Ausgrenzungsspiel bei vielen Österreichern kritisch aufgenommen wurde. Denn bei den jüngsten Umfragen hatte die FPÖ massiv zugelegt, die SPÖ und die ÖVP an Zustimmung verloren.


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