In einem Interview mit »Focus-online« kritisiert der Ökonom und ehemalige Ifo-Chef, Professor Hans-Werner Sinn, die Klimapolitik der Bundesregierung. Es sei eine Leichtfertigkeit von den Politikern, »sich durch den emotional aufgeladenen Mainstream der öffentlichen Meinung lenken lassen«. Die Politiker würden auf einer emotionalen Welle schwimmen, findet er. Dabei würden sie unser Vermögen verspielen, ohne dass dem Klima geholfen wird, meint Sinn.
Besonders kritisiert Sinn, wie mit der deutschen Automobilindustrie umgegangen wird: »Den Motor zu bauen beherrscht niemand so gut wie Deutschland. Diese Domäne zerstört die Politik.« Und er ergänzt: »Unsere Ministerin Svenja Schulze hat bei den Verhandlungen viel zu viele Zugeständnisse gemacht. Ich frage mich, ob sie wusste, was sie tat...«
Die deutsche Wirtschaft sei in einer Krise, diagnostiziert Sinn: »Die Industrie befindet sich seit dem Sommer 2018 in der Rezession! Die Produktion ist deutlich zurückgegangen. Es hat noch nicht durchgeschlagen auf die gesamte Wirtschaft. Nachgelagerte Bereiche wie Bau und Dienstleistung werden aber nachlassen, wenn sich die Industrie nicht fängt. Es sieht nicht rosig aus.«


Add new comment